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31. Dezember 2009: Alles Gute für 2010!
Liebe Dohnaer, liebe Freunde!
Zum Jahresende bedanke ich mich nicht nur für die zahlreichen und liebenswerten Wünsche für das Jahr 2010, sondern auch für die ungezählten Zuschriften während des vergangenen Jahres. Es freut mich, dass meine Arbeit als Bürgermeister in guter Erinnerung ist.
Ihnen allen wünsche ich von Herzen alles Gute für das kommende Jahr.
Mit ganz herzlichen Grüßen
Ihr
Friedhelm Putzke
30. Dezember 2009: Müllers Bilanz „Schuldenfrei ist Dohna nicht wegen,
sondern trotz Müller“
Wenn Ralf Müller mit seinem bemalten Auto
durch die Stadt fährt, dann sollen die Dohnaer wissen: der Müller
kommt! Doch anstatt dem Stadtverwalter freundlich zu winken, denken
viele inzwischen: Das Klappern der Mühle höre ich wohl, allein ich
sehe das Mehl nicht.
Dabei ist das Ergebnis der bisherigen Amtszeit wenig überraschend.
Bislang ist Müller überwiegend damit beschäftigt, Projekte
abzuarbeiten, die seinem Vorgänger zu verdanken sind. Leider hat er
dabei nicht immer eine glückliche Hand, was zusätzliche Kosten zur
Folge hat (Beispiel Dippoldiswalder Straße, die nach Protesten der
Anwohner umgebaut werden musste). Die Liste solcher Beispiele, bei
denen Müller die Gemüter unnötig erregt, ließe sich fortsetzen.
Aber von Verantwortung scheint Müller nicht viel wissen zu wollen.
Nach seiner Amtsübernahme entledigte er sich flugs zahlreicher
Aufgaben, die sein Vorgänger noch in eigener Regie wahrgenommen hatte.
Müller nennt das „moderne Verwaltung“. Wer sich auskennt, weiß, dass
daran rein gar nichts modern ist. Worthülsen produziert Müller gern.
Statt modern zu sein, entsteht vielmehr der Eindruck, dass da jemand
seine Unterschrift ungern unter Widerspruchsbescheide setzen, sich
nicht mit komplexen Dingen selber beschäftigen und keine unpopulären
Aufgaben bewältigen möchte. Stattdessen stellt Müller lieber neue
Mitarbeiter ein, obwohl die kommunalen Aufgaben nicht signifikant
zugenommen haben. Auch deshalb ist der Haushalt gewaltig in Schieflage
geraten. Angesichts dessen wirkt Müllers gebetsmühlenartig
vorgetragene Phrase „Dohna bleibt weiterhin schuldenfrei“ (SZ v.
23.12.2009) sprichwörtlich wie lautes Rufen im Walde. Schuldenfrei ist
Dohna nicht wegen, sondern trotz Müller. Denn ohne vernünftiges
Konzept wird es nicht lange dauern, bis die Dohnaer Bürgerinnen und
Bürger zur Kasse gebeten werden. Das wird schneller geschehen, als
manche denken. Nur am Rande: Wenn es soweit ist, also nichts mehr
übrig ist von den Müller übergebenen Millionen, könnte es gut sein,
dass er schnell und leise das Weite sucht und die Dohnaer mit ihren
Problemen alleine lässt.
Was Müller anscheinend antreibt, ist das Bedürfnis nach
Aufmerksamkeit. Entsprechend inszeniert er sich. So berichtete er
kürzlich auf seiner Internetseite stolz wie ein „Junger Pionier“, dass
er mit vier Ordnern nach Dresden gefahren sei und einen Förderantrag
gestellt habe. Als in Dohna Fördermittel noch reichlich flossen, war
allenfalls ihre Bewilligung eine Meldung wert, nicht aber das Bemühen
darum. Es ist bezeichnend, dass Müller nicht mehr zu bieten hat, als
mit Selbstverständlichkeiten zu prahlen.
Für jemanden, der in der Kommunalpolitik jahrelang kaum Bedeutung
hatte, scheint es zudem faszinierend zu sein, zahlreiche Posten zu
besetzen. Davon hat Müller seit seinem Amtsantritt nämlich möglichst
viele eingenommen. Die Dohnaer Bürgerinnen und Bürger haben von
alledem wenig – es ist reiner Selbstzweck. Müller ist ein ganz Großer,
wenn es darum geht, Dinge zu tun, die allein ihm und seiner
politischen Karriere nützen. Dazu zählt übrigens auch die
Mitgliedschaft im Tourismusverband Sächsische Schweiz. Wer sich eine
gesunde geistige Unabhängigkeit bewahrt hat, erkennt schnell, dass
eine solche Mitgliedschaft für Dohna ohne zählbaren Nutzen ist. Müller
wollte sie wohl allein deshalb, um Klaus Brähmig, dem Vorsitzenden des
Verbandes wohlgefällig zu sein. In Dohna munkelt man bereits, Müller
liebäugele selber damit, alsbald politische Karriere zu machen. Man
kann nur hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt. Wer etwa, wie Müller
vor der Bürgermeisterwahl, nicht bereit war, sich trotz Aufforderung
politisch vom rechten Rand abzugrenzen, um sich diese Stimmen zu
sichern, der gehört weder in eine christlich-demokratische Partei noch
sollte er politische Verantwortung übernehmen dürfen. Wer sich so
verhält, ist keine Zierde der Demokratie.
Es gibt noch mehr Gründe, um einer Person wie Müller gründlich zu
misstrauen. Einige Beispiele: Müllers Verhalten erinnert stark an das
„Eine Hand wäscht die andere“-Prinzip. Anders ist etwa die Einrichtung
eines zusätzlichen Wahllokals in der Dohnaer Unterstadt nicht zu
erklären; vor allem, wenn man bedenkt, dass Müller dort für seinen
Wahlkampf willkommener Gast war. Bei der Kommunalwahl revanchierte er
sich und verhalf damit der Inhaberin zu einem willkommenen
Nebenverdienst. Nicht anders sieht es aus mit Stellen, die in Dohna zu
besetzen sind. Etwa ist die neue Leiterin des Kinderhauses
selbstredend eine Duzfreundin Müllers. In dieses Bild passt auch, dass
er alles daran gesetzt hat, die ehemalige Standesbeamtin der Stadt
Dohna, Regina Zöckel, mit 50.000 Euro Abfindung zu versorgen, obwohl
sie vor Gericht die Unwahrheit gesagt hat. Man wundert sich darüber
weniger, wenn man weiß, dass auch Regina Zöckel zu den Duzfreundinnen
Müllers zählt. Solche persönlichen Verstrickungen sind – das zeigen
kriminologische Erkenntnisse – ein guter Nährboden für die Entstehung
eines korrumpierbaren Systems.
Aber die Unzufriedenheit wächst. Es ist erstaunlich, wie schnell
Müller selbst bei ehemaligen Unterstützern Kredit verspielt hat. Dass
die ehemals engagierte Ortsvorsteherin aus Meusegast, Dirgis Hanke,
kurz nach Müllers Wahl das Handtuch warf und die Bürgerinnen und
Bürger sich nunmehr mit Jürgen Griesbach abfinden müssen, spricht
Bände. So ist inzwischen Enttäuschung eingekehrt. Wer mit Dohnaer
Bürgerinnen und Bürgern spricht, hört Unzufriedenheit und
Verbitterung. Auch in Müllers Arbeitsumfeld ist eine bedrückte
Stimmung zu beobachten. Man hat den Eindruck, dass der ehemals offene
und freundliche Umgang einer Mischung aus Argwohn und Angst gewichen
ist.
Schlimm daran ist: Müller scheint davon nichts zu merken; offenbar
fehlt ihm die nötige Sensibilität und vor allem der Draht zu den
Menschen in Dohna. Seinem persönlichen Feindbild entsprechend
kritisierte er im Interview mit der SZ – mehr als unbeholfen und vor
Weihnachten überaus peinlich – allein die Freien Wähler.
Selbstherrlichkeit und Selbsttäuschung gehen hier Hand in Hand. Müller
merkt nicht, dass es seine miserable Politik ist, die Anlass zur
breiten Unzufriedenheit und Kritik gibt. Er merkt nicht, dass er es
ist, der „sachlichen Diskussionen“ und „größerer Transparenz“ im Wege
steht. Und er registriert nicht, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und
Bürger etwas dagegen hat, altbewährte und verantwortungsvolle
Kommunalpolitik müßigen Flausen zu opfern. Dazu zählt übrigens auch
sein Vorhaben, neben dem Bürgermeisteramt ein Studium zu beginnen.
Dies ist der Beweis, dass Müller sich der ihm übertragenen
Verantwortung nicht bewusst ist. Denn ein solches Studium lässt sich
mit der Tätigkeit eines hauptamtlich tätigen Bürgermeisters nicht
vereinbaren – jedenfalls dann nicht, wenn man das Amt ernst nimmt.
Doch ein System aus persönlicher Eitelkeit, Misstrauen und Missgunst
ist zum Scheitern verurteilt, und langsam merken die Menschen: Müller
ist der falsche Mann am falschen Ort. Er vertritt vor allem sich
selbst und scheint berauscht von der Macht, die ihm das Amt scheinbar
erlaubt auszuleben. Was Müller fehlt, ist das nötige Maß an
Redlichkeit und Führungsstärke – nicht zu reden von der Fähigkeit,
motivierend ein Team zu führen und ehrlich verdientes Vertrauen zu
schaffen. Was vor der Wahl viele Menschen prophezeit haben, ist nun
eingetreten: Müller wirkt überfordert. Möglicherweise reichen seine
Kenntnisse und Fähigkeiten nicht aus, um das Amt eines Bürgermeisters
adäquat auszufüllen. Von dem Philosophen Georg Christoph Lichtenberg
stammt ein weiser Satz: „Hüte dich, daß du nicht durch Zufälle in eine
Stelle kommst, der du nicht gewachsen bist, damit du nicht scheinen
mußt, was du nicht bist, nichts ist gefährlicher und stört alle innere
Ruhe mehr, ja ist aller Rechtschaffenheit mehr nachteilig als dieses,
und endigt gemeiniglich mit einem gänzlichen Verlust des Kredits“.
(Dr. H. P.)
23. Dezember 2009: Kommentar zur Meldung „Regina Zöckel bekommt 50.000 Euro
Abfindung“
Die Stadt Dohna zahlt Regina Zöckel 50.000 Euro Abfindung – dies war
in der Sächsischen Zeitung v. 24.11.2009 zu lesen. Die Meldung ist
brisant. Zum einen hatte Müller den Stadträten einen Maulkorb verpasst
(verbunden mit der Drohung von Konsequenzen für den Fall der
Missachtung), er hatte das Rathaus bei der betreffenden Sitzung
geradezu verbarrikadiert und auch sonst alle denkbaren Vorkehrungen
getroffen, dass den Bürgerinnen und Bürgern Müllers geschmiedeter Plan
verborgen bleiben möge. Genutzt hat die autokratische
Geheimniskrämerei nichts – Müller fehlt glücklicherweise das nötige
Maß an Autorität, um sich durchzusetzen.
Zum andern hat die Sache einen üblen Beigeschmack. Zwar hat Müller
versucht, die Zahlung einer Abfindung als unabwendbar darzustellen.
Wer alle Aspekte des Sachverhalts – auch in juristischer Hinsicht –
überblickt, stellt jedoch rasch fest, dass dies keineswegs zutrifft.
Denn für den mit Zöckel geschossenen Vergleich gab es keine zwingende
Notwendigkeit. Im Gegenteil: Zum Wohl der Stadt Dohna hätte der
Kündigungsprozess durchgefochten werden müssen, und es wäre (soweit
die Interessen der Stadt Dohna unbefangen, pflichtgemäß und engagiert
wahrgenommen worden wären) sogar wahrscheinlich gewesen, dass Zöckel
ihn verliert. Immerhin hat sie mit Blick auf die gegen ihren
ehemaligen Arbeitgeber erhobenen Vorwürfe nachweislich und in
zentralen Punkten die Unwahrheit gesagt – kurz: gelogen.
Doch bei fehlendem Erfolg gegen die Kündigung hätte Müllers
Duzfreundin keinen Cent Abfindung bekommen. Das – so drängt sich die
Vermutung auf – wollte Müller anscheinend um jeden Preis verhindern.
Also informierte er die Stadträte tendenziös und hielt die
Prozessvertreter der Stadt Dohna ausdrücklich dazu an, unbedingt einen
Vergleich zu schließen. Nur am Rande sei erwähnt, dass seitdem über
die Motive Müllers – Regina Zöckel ohne Not derart viel Geld zukommen
zu lassen – in Dohna lebhaft spekuliert wird.
Unterm Strich muss man Folgendes feststellen: Weil Regina Zöckel eine
Duzfreundin von Ralf Müller ist, er also allein deshalb befangen war,
hätte er jegliche Mit-, erst recht Einwirkung auf die Sache
unterlassen müssen. Das Gegenteil war der Fall: Müller hat massiv
Einfluss genommen und die Zahlung einer Abfindung forciert. Dies
entsprach objektiv nicht den Interessen der Stadt Dohna. (Dr. H.
Putzke)
12. Dezember 2009: Leserbrief zu „Dohna erhöht Grundsteuer wieder“ (SZ v.
19.11.2009)
„Sozial ist, was Arbeit schafft“ – mit diesem Motto zog Ralf Müller
Mitte 2008 in den Wahlkampf. Indes: Die Erhöhung der Grundsteuer schafft
weder Arbeitsplätze noch ist sie sozial. Aber wer ist schuld an der Erhöhung?
Gab es vor Müllers Wahl etwa finanzielle Probleme? Nein, gab es nicht
– Dohna hatte einen soliden Haushalt und hätte ihn ohne Müller immer noch.
Denn er brach ein weiteres Versprechen, mit dem er Stimmen fing: „Ich
stehe für eine solide Finanzpolitik“.
Was Müller in Dohna treibt, ist alles andere als solide: eine unnötige
personelle Aufblähung der Verwaltung, die überflüssige Erhöhung der Entschädigungen
für Ortsvorsteher sind nur zwei Beispiele – nicht zu reden von all den
plötzlichen Ausgaben, mit denen sich Müller nach seiner Wahl in die Herzen
der Dohnaer finanzieren wollte. Aber die Rechnung geht nicht auf, denn
der Haushalt ist in Schieflage geraten. Schon ein Jahr nach der Wahl entpuppen
sich Müllers Versprechen als wertlose Parolen. Müller scheitert an der
Realität. Und jeder, der seine Politik aufmerksam verfolgt, weiß, dass
die Erhöhung der Grundsteuer erst der Anfang ist. Es ist ein Jammer um
die einst einzige schuldenfreie Stadt in Sachsen. Schuldenfrei? Nicht
mehr lange mit Bürgermeister Müller. (Dr. J. Scheinfeld)
15. September 2009: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Eckhard Kahlert
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen den ehemaligen Feuerwehrchef
der Stadt Dohna, Eckhard Kahlert, ein Strafverfahren eingeleitet. Es besteht
der Verdacht, dass Kahlert vor Gericht gelogen hat. Als Zeuge hatte er
in einem anderen Verfahren ausgesagt, sein Verhältnis zur ehemaligen Dohnaer
Standesbeamtin Zöckel sei ein rein freundschaftliches gewesen. Den Wahrheitsgehalt
dieser Aussage hatte schon damals ein aufgetauchter Liebesbrief erschüttert.
Gefaxt wurde er von Kahlerts Arbeitsstelle ins Standesamt, wo Zöckel vor
ihrer Kündigung alleine im Büro saß. Die Empfängerin wird mit „Häsel“
begrüßt. Von „großer Sehnsucht“ ist die Rede. „Ich freue mich ganz sehr
auf dich“, heißt es weiter. „Machs gut bis gleich! Ich liebe Dich“ ist
am Ende zu lesen, ehe ein mit einem Pfeil durchbohrtes Herz die Liebesbotschaft
abschließt.
Der Liebesbrief bringt den verheirateten Beschuldigten nun in Erklärungsnot.
Zugleich offenbart der Vorgang ein Motiv, weshalb Zöckel ihren ehemaligen
Arbeitgeber, den inzwischen pensionierten Bürgermeister der Stadt Dohna,
Friedhelm Putzke, angezeigt hatte: Jener hatte das Verhältnis nämlich
publik gemacht, weil er organisatorische Maßnahmen ergreifen musste, um
die ständigen Besuche des Feuerwehrchefs im Standesamt, die oft bei abgeschlossener
Tür stattfanden und über die normale Pause hinaus dauerten, zu unterbinden.
Mitarbeiterinnen hatten sich über die Besuche beschwert. Zöckel hatte
Putzke daraufhin wegen sexueller Nötigung angezeigt. Sowohl vor dem Amts-
als auch dem Landgericht endeten die Prozesse mit klaren Freisprüchen
für Putzke. Schon damals bestand Anlass zu dem Verdacht, dass nicht nur
Regina Zöckel die Unwahrheit gesagt hatte – was sich jetzt zu bestätigen
scheint.
(Dr. H. Putzke)
12. August 2009: Kommentar zur Kündigung der ehemaligen Standesbeamtin
Das Landesarbeitsgericht hat die Kündigung
gegen die ehemalige Dohnaer Standesbeamtin Zöckel für unwirksam erklärt.
Der Grund ist nicht etwa, dass es ihre Geschichten geglaubt hat. Im Gegenteil:
Wer die Akten des Strafverfahrens kennt, kann Zöckel keinen Glauben schenken.
Sie hat wider besseres Wissen das wiederholt, was ein Sachverständigengutachten
längst als Unwahrheit entlarvt hatte. Nicht zuletzt deshalb und dank einer
professionellen Verteidigung des zu Unrecht Beschuldigten lösten sich
die Behauptungen der vermeintlichen Zeugin im Strafverfahren in Luft auf.
Kein Wunder, denn auf Seiten des Beschuldigten gab es Alibis und eine
klar entlastende polygraphische Untersuchung. Auf Seiten der vermeintlichen
Zeugin hingegen gab es nichts als Widersprüche. Selbst frühere Arbeitskollegen
stellten sich gegen sie.
Vor dem Arbeitsgericht gab es indes niemanden, der Zöckel derart hart
wie im Strafverfahren ins Kreuzverhör nahm. Der Grund ist einfach: Der
jetzige Stadtverwalter Müller hatte kein Interesse daran, seine Duzfreundin
vor den Kopf zu stoßen. Schon frühzeitig bot er ihr eine üppige Abfindung
an. Dieses unterwürfige Verhalten rächt sich jetzt bitter, denn es hat
dazu geführt, dass das Gericht keinen Anlass mehr hatte, die Kündigung
für wirksam zu erklären. Wusste es doch, dass von Seiten der Stadt Dohna,
also von Müller, keinerlei Protest zu erwarten war. Und so wählte das
Gericht den Weg des geringsten Widerstandes, indem es die Kündigung aus
formalen Gründen für unwirksam erklärte.
Wie auch immer die Sache weitergeht – sie ist für Müller schon jetzt ein
Desaster. Zum einen wäre eine Wiedereinstellung von Zöckel für das inzwischen
arg strapazierte Betriebsklima im Rathaus eine Katastrophe. Zum andern
könnte die Sache die Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Nun ruhen die
Hoffnungen auf einer zweiten Kündigung, die gegen Zöckel kurz nach der
ersten ausgesprochen wurde. Formale Fehler gab es dabei nicht. (Dr. H.
Putzke)
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