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12. Dezember 2010: Ehrenbürgerwürde oder: Wer ist der Beste in der
Stadt?
Dohna will Ehrenbürger ernennen. Das ist eine gute Sache. Persönlichkeiten,
die sich um die Stadt wirklich verdient gemacht haben, verdienen eine Ehrung.
Eine solche Leistung kann nicht nur darin zu erblicken sein, dass jemand sich in
Dohna in herausragender Weise verdient gemacht hat. Vielmehr kann die
verdienstliche Leistung auch anderswo erbracht werden. Bekäme etwa eine
aktuelle oder ehemalige Dohnaer Bürgerin einen Nobelpreis, so wäre dies allemal
ein Grund, sie zur Ehrenbürgerin zu ernennen. Die Frage ist letztlich also
nicht, ob Personen generell eine Ehrung verdienen, sondern welche Menschen dafür
infrage kommen.
Insoweit liegt ein Vorschlag auf dem Tisch: Kurt Woyack. Um es vorwegzunehmen:
Er hat sicherlich Verdienste. Ob er zum Ehrenbürger taugt, ist indes mehr als
zweifelhaft. Dies bedarf einer Begründung:
Erstens sollte eine Ehrenbürgerin oder ein Ehrenbürger wirklich besondere
Leistungen vorzuweisen haben. Bei Kurt Woyak ist dies nicht der Fall. Richtig
ist, dass er u.a. alte Dinge sammelt, die mit Dohna zusammenhängen und sich auch
sonst engagiert. Aber das allein sind noch keine Leistungen, die eine
Ehrenbürgerschaft rechtfertigen. Ein Ehrenbürger sollte Verdienste erbracht
haben, die wirklich würdigungswert sind, und nicht nur darin bestehen, dass er
ehrenamtlich tätig ist. Man darf die Ehrenbürgerschaft nicht gleichsetzen mit
einem Ehrenamtspreis. Ehrenamtlich tätig – ähnlich wie Kurt Woyack – sind viele
Menschen in Dohna. Deutlich größere Leistungen, wenn auch eher im Verborgenen
erbracht, hat etwa der Stadtrat Dr. Martin Jacob. Seit Jahrzehnten ist er
ehrenamtlich tätig, hat eine Vielzahl von jungen Menschen für den
Modellflugzeugbau begeistert, sogar zur Deutschen Meisterschaft geführt, und ist
zudem langjähriger und über die Parteigrenzen hinaus anerkannter Stadtrat.
Zweitens ist eine besondere Leistung auch nicht darin zu erblicken, dass Kurt
Woyack bestimmte Dinge aufschreibt und veröffentlicht. Denn allein die Tatsache
der Veröffentlichung sagt noch nichts aus über die Qualität. Es steht Texten,
die als Ortschronik verkauft werden, nicht gut zu Gesicht, wenn sie voller
Rechtschreibfehler sind. Diesen Aspekt allein würde Kurt Woyack freilich niemand
zum Vorwurf machen, wenngleich es problemlos möglich wäre, solche Publikationen
vor ihrer Veröffentlichung von jemandem Korrektur lesen zu lassen. Darüber
hinaus ist es allerdings zweifelhaft, ob die Texte von Kurt Woyack einer
kritischen Überprüfung überhaupt standhielten. Kurt Woyack ist kein Historiker,
auch kein profunder Kenner der Dohnaer Geschichte (wie es ohne Zweifel der
ehemalige Museumsleiter Karl Munde war), sondern ein interessierter Laie. Es
spricht beispielsweise nicht für Professionalität, wenn er zu den erkennbar
symmetrischen drei großen Steinen im Spargrund die Vermutung in die Welt setzt,
Wind und Wetter, also die Natur hätte sie erschaffen. Bedenken sind auch deshalb
am Platze, weil die Texte von Kurt Woyack oft nicht mehr sind als ein
Sammelsurium, bestehend aus Jahreszahlen und Ereignissen ohne irgendeinen
tieferen Erkenntniswert. Oft erschließt sich der Sinn eines Satzes trotz
mehrfacher Lektüre nicht. Der Wert solcher Arbeiten ist nicht hoch, zumindest
aber zweifelhaft.
Schließlich und drittens versteht sich Kurt Woyack nicht als unbefangener und
objektiver Ortschronist – und er ist es auch nicht. Wer seine einseitige
Parteinahme für den jetzigen Bürgermeister bei der letzten Wahl noch vor Augen
hat, der darf mit guten Gründen an Woyacks Integrität und Redlichkeit zweifeln.
Ein solches Verhalten steht einem Ortschronisten alles andere als gut zu
Gesicht, erst recht nicht einem Ehrenbürger. Ehrenbürger sollten echte
Persönlichkeiten sein. Dazu gehört vor allem persönliche Integrität. Sie findet
man etwa bei Dr. Martin Jacob.
Unterm Strich ist es in höchstem Maße zweifelhaft, ob sowohl Kurt Woyack die
Ehrbürgerwürde verdient als auch die Stadt Dohna einen Ehrenbürger wie Kurt
Woyack. In der Reihe früherer Ehrenbürger, etwa mit Nikolaus Burggraf und Graf
zu Dohna-Schlodien, hat ein Kurt Woyack nichts verloren. Jenseits der
Ehrenbürgerwürde steht außer Frage, dass seine Arbeit und sein Engagement zu
loben sind – nicht weniger, aber auch nicht mehr. (Prof. Dr. Holm Putzke)
10. Dezember 2010: Einsparungspotential
Fast könnte man meinen, die Weihnachtsruhe habe auch die
Dohnaer Politik erfasst: Haushaltssperre aufgehoben, Haushalt beschlossen und in
der Zeitung wird seit Tagen darüber spekuliert, was es wohl mit den Steinen im
Spargrund auf sich hat.
Aber der Schein trügt. Dass der Haushalt beschlossen wurde, ist kein Erfolg für
die Stadt Dohna und ihre Bürgerinnen und Bürger. Vielmehr zeugt es davon, dass
es im Stadtrat nur noch wenige gibt, die willig sind, die Dinge nüchtern und
unvoreingenommen zu bewerten, und die den Mut haben, der unkritischen Mehrheit
entschieden zu widersprechen. Dass es auch anders geht, haben erst kürzlich die
Stadtparlamente etwa in Bad Schandau oder Heidenau gezeigt. Dort weigerten sich
die Stadträte, die Vorschläge des Bürgermeisters einfach abzunicken. Solch
Urteilskraft und Durchsetzungsfähigkeit wäre in Dohna dringend vonnöten, um die
Bürgerinnen und Bürger vor weiteren Zumutungen zu verschonen. Es ist nämlich
offensichtlich, dass Ralf Müller entweder nicht willens oder nicht fähig ist, an
seiner Politik etwas zu ändern.
Ein erster Schritt läge darin, Jörg Glöckner einzusparen. Wäre er nicht mehr da,
fiele das gar nicht auf. Es liegt der Verdacht nahe, dass Ralf Müller ihn aus
reiner Gefälligkeit eingestellt hat. Dadurch muss Müller weder Widerstand gegen
die Verwaltungsumlage fürchten noch gegen seinen mehr oder weniger heimlichen
Plan, die Gemeinde Müglitztal einzugemeinden (was er unbedingt tun muss, weil er
in Anbetracht seiner Fehlplanungen auf die Landeszuschüsse für die Stadt Dohna
dringend angewiesen sein wird).
Zweitens müssten die Stadträte darüber wachen, notfalls den Bürgermeister dazu
zwingen, das Kindergartenchaos in den Griff zu bekommen, vor allem wenn die
Versäumnisse gravierend und mit Händen zu greifen sind. Genau das ist in Dohna
der Fall. Man muss sich schon Augen und Ohren zuhalten, um nicht zu merken, dass
Ralf Müller planlos agiert und überfordert ist. Denn es ist zum Beispiel weder
vermittel- noch hinnehmbar, dass sich der Bürgermeister bei der Höhe der
Gebühren derart massiv verrechnet hat, obwohl er dies von Anfang hätte vermeiden
können. Auch sind viele Eltern zu recht darüber erbost, dass der Bürgermeister
unproduktiv und ineffektiv ist, wenn es um den Schimmelschaden im Kindergarten
„Bummi“ geht. Hätte man sich früher, effektiver und entschlossener darum
gekümmert, könnte das Problem längst gelöst sein. Was Ralf Müller den Kindern
und Eltern zumutet, ist eine skandalöse Sauerei!
Schließlich ist das Hickhack um die Kindergartenzahlen kaum zu ertragen. Müller
hat versucht, den Bedarf in Borthen dadurch schönzurechnen, indem er im „Bummi“
still und heimlich 40 Plätze reduzieren wollte. Plötzlich propagiert er, dass
die Plätze nicht mehr reichen. Das ständige Hin und Her ist unzumutbar. Müller
ist nicht nur dafür verantwortlich, dass in Borthen 150.000 Euro zum Fenster
hinaus geworfen wurden (Abrisskosten etc.), sondern er schürt jetzt auch
Verunsicherung, indem er mit vagen Zahlen die Gefahr von Engpässen propagiert.
Mögliche Engpässe sind leicht zu vermeiden – auch ohne einen Zusatzkindergarten
in Borthen. Wer das Gegenteil behauptet, belügt die Menschen.
Ein verantwortungsvoller Bürgermeister würde nicht permanent die Schuld bei
anderen suchen, sondern sachlich und konstruktiv die Probleme lösen und sich um
die Menschen kümmern, die von Schimmel und massiven Gebührensteigerungen
betroffen sind.
Und von Stadträten, die seriös sein und erstgenommen werden wollen, darf man das
gleiche erwarten. Das Gegenteil ist aber der Fall: Der CDU-Mann Markus Altmann
keilt gegen die Freien Wähler, obwohl die richtige Adresse seiner Kritik der
Bürgermeister sein müsste. Denn was die Personalkosten angeht, antwortete die
CDU-Stadträtin Anke Werner auf die Frage der Sächsischen Zeitung „Wie kam es
dazu, dass sich Dohna die Kinderbetreuung mehr kosten lässt als andere?“: „Das
war eine Entscheidung der Verwaltung. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle
nicht sagen“ (vgl. SZ v. 28.10.2010). Diese Antwort muss man sich auf der Zunge
zergehen lassen. Offenbar macht der Bürgermeister, was er will, ohne dies mit
seinen CDU-Kollegen abgestimmt zu haben. Dadurch hat Ralf Müller die
Personalkosten in die Höhe getrieben – die Zeche zahlen die Eltern, ohne dass
sie von den Personalentscheidungen irgendeinen Vorteil haben. Es ist zum
Beispiel überflüssig, dass sich Dohna drei Kindergartenleiterinnen leistet. Das
ist überflüssiger Luxus. Folglich sind es vermeidbare Kosten, die sich nach und
nach in höheren Kinderbetreuungsgebühren niederschlagen und die von den Eltern
getragen werden müssen. Ralf Müller kümmert dies wenig; er ist davon – wie die
meisten Stadträte – nicht betroffen.
Ein Grund dafür, dass derzeit viele Dohnaer den Eindruck haben, es gehe im
Rathaus und im Stadtrat drunter und drüber, mag darin zu sehen sein, dass einige
Stadträte die Dinge gar nicht richtig verstehen, über die sie zu entscheiden
haben. Dazu zählt etwa auch die Zweitwohnungssteuer. Sie einzuführen war ein
grober Fehler. Erstens gibt es dafür keine Rechtfertigung, denn für Dohna gibt
es keine ins Gewicht fallenden Kosten, die von Personen mit einem
Zweitwohnungssitz verursacht werden. Ralf Müller hat das Gegenteil behauptet:
Die Stadt wolle mit der Steuer auch diejenigen an der Finanzierung der
Infrastruktur beteiligen, die sie wie alle anderen mit nutzen (vgl. SZ v.
17.8.2010). Die Begründung zeigt, wie wenig Ralf Müller von kommunalen Steuern
und ihrer Rechtfertigung versteht. Was bitte schön hat Dohna denn an
Infrastruktur zu bieten, die von Zweitwohnungsinhabern genutzt wird? Wer spontan
an die Turnhalle denkt, der sollte einmal ernsthaft überlegen, wie viele
Personen mit Zweitwohnungssitz dort trainieren und ob es mit Blick darauf
gerechtfertigt ist, nahezu 440 Personen mit Zweitwohnungssitz zu einer Abmeldung
zu zwingen. Wenn man Müllers Argumentation zugrundelegt, wird es in Dohna bald
wohl auch eine Kurtaxe oder eine Durchfahrtgebühr geben. Denn schließlich nutzen
Gäste oder Durchfahrer ja auch die Infrastruktur, ohne dafür zu zahlen.
Der Aufwand, der betrieben wird, um eine Zweitwohnungssteuer einzuführen
(Satzung verfassen, Satzung im Stadtrat verabschieden, Betroffene anschreiben,
Bescheide erlassen etc.) rechtfertigt nicht ansatzweise den zu erwartenden
Ertrag. Im Gegenteil, die Zweitwohnungssteuer schadet Dohna! Denn mit jeder
Abmeldung wird das emotionale Band zwischen den Angemeldeten und der Stadt
dünner. Wer bisher noch einen Zweitwohnungssitz in Dohna hatte, der fühlte sich
mit der Stadt auch irgendwie verbunden. Mit der Einführung der
Zweitwohnungssteuer sendet Ralf Müller das Signal, dass ihm nichts an
emotionaler Verbundenheit liegt.
Auch der jetzige Haushalt ist eine Mogelpackung. Die von Müller zu
verantwortenden viel zu hohen Personalkosten sind eine Zeitbombe und werden sich
bitter rächen. Die Mehrheit im Rat hatte beim Beschluss des Haushalts die
Gelegenheit, insoweit Korrekturen durchzusetzen. Stattdessen liefern sich die
Räte Scharmützel und prügeln ohne Sinn und Verstand auf den politischen Gegner
ein. Es wäre allemal ratsamer gewesen, die Bürgerinnen und Bürger vor Ralf
Müller zu schützen! (Prof. Dr. Holm Putzke)
30. September 2010: Kritik unerwünscht
Seit einigen Tagen kursiert in Dohna eine E-Mail, in der jemand anonym
gegenüber den Stadträten seine Verärgerung zum Ausdruck bringt über die desolate
Politik des Bürgermeisters und speziell über die unverschämte Erhöhung der
Kinderbetreuungsgebühren. Auch ich habe diese E-Mail erhalten.
Nun hat mich kürzlich eine Dohnaer Bürgerin darüber unterrichtet, dass aus dem
Umfeld von Ralf Müller das Gerücht kolportiert werde, ich hätte etwas mit dieser
E-Mail zu tun. Um es ganz deutlich zu sagen: Diese Mutmaßung ist ebenso falsch
wie schäbig. Wer sich so verhält offenbart, dass es ihm nicht darum geht, sich
sachlich mit Kritik auseinanderzusetzen. Anstatt sich um die angesprochenen
Probleme zu kümmern, wird lieber darüber spekuliert, wer und warum sich kritisch
geäußert hat. Dass sich aufdrängende Probleme so nicht lösen lassen, liegt auf
der Hand. Es ist bedenklich und bezeichnend zugleich, dass versucht wird, die
Urheber zweifellos berechtigter Kritik in Misskredit zu bringen.
Dies dürfte freilich ganz auf der Linie von Ralf Müller liegen. Es sei daran
erinnert, dass er vor geraumer Zeit bereits einige seiner Kritiker bei der
Staatsanwaltschaft angezeigt (darunter eine Dohnaer Bürgerin, die lediglich die
hier geäußerte Kritik weitergeleitet hatte; vgl. dazu meine Kommentare v. 8.3.
und 1.4.2010) und sogar einen Beschwerdebrief an deren Arbeitgeber geschrieben
hat. Weder das eine noch das andere war von Erfolg gekrönt: Die
Staatsanwaltschaft hat Müller unmissverständlich darüber belehrt, dass er Kritik
an seiner Amtsführung hinnehmen müsse.
Mit Blick auf Müllers Verhalten verwundert es nicht, dass Kritik in Dohna auch
anonym geäußert wird. Denn wenn Bürgerinnen und Bürger bei Kritik am
Bürgermeister damit rechnen müssen, von ihm postwendend bei der
Staatsanwaltschaft angezeigt zu werden oder dass der Arbeitgeber plötzlich
denunzierende Post erhält, dann habe ich größtes Verständnis dafür, wenn manche
Menschen, die sich über die derzeitigen chaotischen Zustände in Dohna
verständlicherweise gewaltig ärgern, den Schutz der Anonymität dem Risiko einer
Strafanzeige oder eines Beschwerdebriefs an den Arbeitgeber vorziehen.
Ich selber halte sowohl die oben genannten Verdächtigungen als auch sonstige
Attacken aus, die einzig und allein davon ablenken sollen, dass die Lage in
Dohna immer brenzliger wird. Nach Haushaltssperre, zahlreichen
Gebührenerhöhungen und sonstigen „Pleiten, Pech und Pannen“ werden
Grundstückseigentümer als nächstes eine Rechnung für das Regenwasser erhalten.
Dass wegen der desolaten Politik des Bürgermeisters bald weitere Erhöhungen ins
Haus stehen, ist nur eine Frage der Zeit.
Es ist wirklich traurig, dass es wichtiger zu sein scheint, Kritiker zu
attackieren, als sich um die Belange der Dohnaer Bevölkerung (etwa sozial
verträgliche Kinderbetreuungsgebühren) zu kümmern. Aber die Dohnaer sind nicht
so dumm, wie manche offenbar glauben; sie merken, wenn sie verschaukelt und im
Stich gelassen werden. Die Quittung dafür gibt es spätestens bei der nächsten
Wahl. (Prof. Dr. Holm Putzke)
28. September 2010: Müller flüchtet in den Urlaub
Wäre Ralf Müller das geblieben, was er ursprünglich war,
nämlich Maschinist in einem Heizkraftwerk, dann wäre der Ofen längst aus. Denn
keine Maschine liefe lange, wenn sie planlos bedient würde. Planlos ist auch
das, was Müller derzeit als Bürgermeister treibt. Doch während er als Maschinist
längst achtkantig hinausgeworfen worden wäre, kann Müller – jedenfalls bis zu
seiner Abwahl – scheinbar unbekümmert hantieren. Dass Politiker nicht einfach so
gekündigt werden können, hat gute Gründe: Oft müssen sie unpopuläre Dinge
verkünden, ohne dass kurzfristig ein Erfolg eintritt, und es ist sinnvoll, die
Umsetzung eines langfristigen Konzepts nicht einer Augenblicksstimmung zu
opfern.
Bei Müller liegen die Dinge indes ganz anders: Weder hat er bisher sinnvolle
eigene Projekte erfolgreich abgeschlossen noch hat er irgendein tragfähiges
Konzept, wofür es sich lohnt, ihm Zeit zu gewähren und ihm gegenüber geduldig
Nachsicht zu üben. Müller entscheidet von Fall zu Fall und mal dies und mal das.
Was er den Bürgerinnen und Bürgern zumutet, ist eine Zumutung.
Die Gebührenerhörung für die Kinderbetreuung ist ein weiterer Schlag ins Gesicht
all jener, die auf Müllers Versprechen, eine „solide Finanzpolitik“ betreiben zu
können, hereingefallen sind. Denn für die inflationären Gebührenerhöhungen ist
Müller weitgehend allein verantwortlich. Mit Blick auf die
Kinderbetreuungsgebühren blieb dem Stadtrat gar nichts anderes übrig, als dies
fassungslos und resigniert zur Kenntnis zu nehmen. Es war Müller, der die Kinder
sprichwörtlich in den Brunnen geworfen hat. Die Abweichung vom
Regelpersonalschlüssel in den von Müller eigenmächtig bestimmten Ausmaßen war
unnötig und unprofessionell. Eine solche Abweichung gibt es z.B. weder in
Heidenau noch Pirna. Damit hat er den Dohnaer Eltern einen Bärendienst erwiesen.
Denn nur ganz wenigen Eltern werden circa 500 Euro Mehrkosten pro Kind und Jahr
gleichgültig sein. Dem Stadtrat ist der Vorwurf zu machen, dass er Müller nicht
schon früher zurückgepfiffen hat. Aus der Verwaltung gab es frühzeitig deutliche
und warnende Hinweise, welche Konsequenzen die Politik des Bürgermeisters haben
wird.
Müller scheint geahnt zu haben, was ihm blüht, wenn er zur letzten Sitzung
persönlich erschienen wäre. Selbst sonst eher unkritische Stadträte hätten ihn
sicherlich zur Rede gestellt – von den anderen wäre er wohl geradezu „gegrillt“
worden. Müller verdrückt sich wohlweislich in den Urlaub, anstatt sich den
Folgen seiner maßlosen Selbstüberschätzung zu stellen. Dass er Nachfragen im
Stadtrat unterbinden ließ und sämtlichen Mitarbeitern im Rathaus einen Maulkorb
verpasst hat, lässt sich nur so erklären, dass er eine transparente Diskussion
höllisch fürchtet und den Sinn demokratischer Debatten offenbar noch nicht
richtig verstanden hat. Es ist erbärmlich, wie Müller sich verhält: erst Geld
verschleudern (z.B. durch unnötige Personalaufstockungen oder 150.000 Euro u.a.
für übereilte Vorarbeiten im Zusammenhang mit der unnötigen Borthener
Kindertagesstätte), dann die Dohnaer mit Gebühren- und Abgabenerhöhungen
knechten, die es ohne Müllers Chaospolitik nicht gäbe; Widerspruch im Keim
ersticken, Kritik ausweichen, das Informationsrecht von Presse und
Öffentlichkeit beschneiden – und so tun, als sei alles in bester Ordnung.
Möglicherweise kommt Müller damit sogar durch. Wer weiß zur nächsten Wahl schon
noch, dass Dohna vor Müllers Amtszeit nicht nur schuldenfrei war, sondern dank
kompetenter und verlässlicher Führung sowie eines tollen Teams im Rathaus
(dessen Ratschläge der ehemalige Bürgermeister wertgeschätzt hat) sogar glänzend
dastand und ausgezeichnete Perspektiven hatte? Genau das hat eine unabhängige
Finanzprüfung für die Jahre 2001 bis 2007 ergeben (vgl. SZ v. 23.9.2010). Müller
hält das für „ein gutes Zeugnis“. Zu mehr Lob für seinen Vorgänger ist er nicht
fähig. Kein Wunder, denn Müller hat es innerhalb von zwei Jahren geschafft, den
Haushalt gewaltig in Schieflage zu bringen. Eine Haushaltssperre gab es vor ihm
nie.
Im nächsten Prüfbericht wird nichts zu lesen sein von „wirtschaftlicher und
finanzieller Leistungsfähigkeit“ oder „hoher Stabilität“. Aber wer wird sich zur
nächsten Wahl noch an dieses exzellente Zeugnis für die Zeit vor Müller
erinnern? Wer wird Kenntnis davon haben, dass vor Müller mit Steuergeldern
sparsam umgegangen wurde, nicht zuletzt deshalb jederzeit Geld für wichtige
Projekte vorhanden war, dass Fördermittel reichlich flossen und das Wort
„Gebührenerhöhung“ nicht vorkam? Wem wird präsent sein, dass Müller es
weitgehend allein war, der mit seiner planlosen Politik die Dohnaer Finanzen
ruiniert hat?
Mit seiner Urlaubsabwesenheit zur Stadtratssitzung ist Müller vorerst wohl einer
weiteren Aufforderung zum Rücktritt ausgewichen. Freilich hätte jemand mit
Format es gar nicht so weit kommen lassen. Ein solcher Politiker hätte sein
Scheitern auf ganzer Linie längst eingestanden und wäre berechtigten
Rücktrittforderungen mit einem aufrechten Rücktritt zuvorgekommen. Müller
hingegen klammert sich trotz sichtbarer Überforderung weiter an sein Amt. Dabei
würde sein „Ende mit Schrecken“ den Dohnaern einen „Schrecken ohne Ende“
ersparen. (Prof. Dr. Holm Putzke)
25. August 2010: Dramatische Erhöhung der Kindergartengebühren?
Der letzte Paukenschlag ist noch nicht verhallt, da kündigt sich schon die nächste Hiobsbotschaft an. Es spricht nämlich viel dafür, dass den Dohnaer Eltern eine dramatische Erhöhung der Kindergartengebühren bevorsteht. Dass dies so sein könnte, verbreitet sich in Dohna derzeit wie ein Lauffeuer. Denn was den Dohnaer Eltern jetzt wohl blüht, treibt ihnen die Zornesröte ins Gesicht. Die maßlose Empörung richtet sich vor allem gegen den Hauptschuldigen: Ralf Müller. Wenn sein Name fällt, schlägt die Stimmung um und ist plötzlich spürbar gereizt. Kein Wunder, denn er hat jegliches Vertrauen verspielt. Immer mehr Menschen merken, dass er sich an das Amt klammert, obwohl kaum zu leugnen ist, dass es ihn wohl überfordert und er anscheinend den Überblick komplett verloren hat. So etwas haben selbst langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dohnaer Rathaus noch nicht erlebt.
Zur Erinnerung: Müller hat die Personalkosten in die Höhe getrieben, obwohl dies nicht zu verantworten war. Schon damals wussten viele (außer offenbar Ralf Müller), dass diese törichte Entscheidung bedrohliche Auswirkungen auf die Kindergartengebühren haben wird. Es waren die Freien Wähler, die darauf immer wieder hingewiesen und bei den jeweiligen Entscheidungen vor den fatalen Konsequenzen gewarnt haben. Aber niemand im Stadtrat schenkte ihnen Gehör – die CDU-Fraktion verschloss die Augen.
Aber anstatt wohlmeinende Ratschläge anzunehmen, ignorierte Müller sämtliche Warnungen und nahm die Personalkosten einfach nicht in die Berechnung der Kindergartengebühren auf. Da half es auch nichts, dass der Stadtrat Dr. Martin Jacob den Bürgermeister auf eine unmissverständliche Auskunft des Sächsischen Staatsministeriums hinwies, die Dr. Jacob eingeholt hatte. Die geradezu pampige Antwort von Müller lautete: „Ihre persönliche Aussage, welche Sichtweise falsch oder richtig ist, kann ich nicht als Grundlage für mein Verwaltungshandeln nutzen.“ Ist das der „achtungsvolle Umgang mit den Räten“, mit dem er im Wahlkampf die Leute umgarnt hat?
Für die Tatsache, dass Müller trotz massiver Hinweise auf die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens, nicht gehandelt hat, gibt es nur zwei Erklärungen: Ignoranz oder Inkompetenz. Das eine wäre so schlimm wie das andere. Inzwischen wurde Müller über sein rechtswidriges Verhalten von höherer Stelle belehrt. Doch nun ist der Schaden immens – nicht zuletzt, weil die Kindergartengebühren wohl nicht mehr fristgerecht festgesetzt werden können.
Die Folge solcher naiven Überheblichkeit wird nun sein, dass sich die Kindergartengebühren um bis zu 15 Prozent erhöhen könnten. Wer bisher für das erste Kind ca. 170 Euro gezahlt hat, muss bald knapp 195 Euro dem Rathaus überweisen. Bei einem Kindergartenplatz könnte der Beitrag von 100 auf ca. 115 Euro steigen. (Die Steigerung dürfte sogar noch höher ausfallen, weil der vom Landkreis reduzierte Zuschuss [vgl. SZ v. 14.8.2010] noch nicht berücksichtigt ist.)
Schon mit Blick auf das absurde Vorhaben, in Borthen einen weiteren Kindergarten zu errichten, hat sich bei den Dohnaern deutlicher Widerstand gegen Müller formiert.
Das nun offen zutage tretende Missmanagement beim Kindergartenpersonal und bei den Kosten dürfte das Fass zum Überlaufen bringen. Spannend wird sein, wie lange sich noch Karin Thiele als unkritische Mehrheitsbeschafferin für Müller zur Verfügung stellen will. Peter Garbotz, Lothar Göpfert und Detlef Pastewski haben bewiesen, dass es ihnen wie den Freien Wählern darum geht, zum Wohle der Stadt zu handeln. Und selbst bei der CDU setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass mit einem Ralf Müller kein Blumentopf zu gewinnen ist. (Prof. Dr. Holm Putzke)
23. August 2010: Müllers Waterloo
Ralf Müller sah nicht gut aus nach der letzten
Stadtratssitzung. Ihm war anzusehen, dass er versagt und sich öffentlich
lächerlich gemacht hatte. Dabei war es ein Scheitern mit Ansage. Was Müller am
vergangenen Sitzungstag erlebt hat, war nicht nur ein herber Schlag für ihn,
sondern eine kaum zu fassende Blamage. Denn nicht nur hat der Stadtrat beim
geplanten Kindergarten vernünftigerweise die Notbremse gezogen und die unsinnige
und unsoziale Erhöhung der Eintrittspreise für das Museum verhindert. Eine
weitaus größere Demütigung hat Müller erfahren, indem ihm sogar „seine“
CDU-Mehrheitsfraktion die Gefolgschaft verweigert hat. Es spricht Bände, wenn zu
Müllers wichtigster Abstimmung in seiner bisherigen Amtszeit mehrere
CDU-Stadträte der Sitzung ferngeblieben sind oder sich enthalten haben, obwohl
sie wussten, um was es geht.
Für diesen massiven Vertrauensverlust ist Müller ganz allein verantwortlich.
Erst betreibt eine desaströse Finanzpolitik, indem er u.a. haufenweise neue
Mitarbeiter eingestellt und damit die Personalkosten unnötigerweise in die Höhe
getrieben hat, und nun versucht er panisch den Haushalt mit unüberlegten und
unsozialen Aktionen zu retten. Das hat dazu geführt, dass sogar die
überörtlichen Zeitungen über den Dohnaer Bürgermeister spotten. „Dohna plant
Abzocke von Museumsbesuchern“ titelten die Dresdner Neuesten Nachrichten etwa in
ihrer Ausgabe vom 7.8.2010; und zur Zweitwohnungssteuer war zu lesen: „Dohna
fettet Einwohner ab“.
Es vergeht inzwischen kaum ein Tag, an dem in der Zeitung nicht berichtet wird
über das Platzen eines Projekts, das Aus eines Wahlversprechens, die Verzögerung
eines Bauvorhabens, die Erhöhung von Gebühren und Abgaben oder über sonstige
Hiobsbotschaften und Probleme aus Dohna: „Borthenerin kritisiert Amtsführung von
Dohnas Bürgermeister“ (SZ v. 18.5.2010), „Dohna gibt mehr Geld aus als geplant“
(SZ v. 15.6.2010), „Dohna hat sich finanziell übernommen“ (SZ v. 18.6.2010),
„Garagenpächter in Dohna müssen ab 2011 mehr zahlen“ (SZ. v. 5.7.2010),
„Fußgängerbrücke am Dohnaer Plan erst nach 2011“ (SZ v. 9.7.2010), „38
Ausgabeposten in Dohna gesperrt“ (SZ v. 21.7.2010), „Dohna plant Steuer für
Zweitwohnung“ (SZ v. 29.7.2010), „Recherche im Museum wird teurer (SZ v.
31.7.2010), „Museum und Bibliothek in Dohna sollen teurer werden“ (SZ v.
7.8.2010), „Dohna plant höhere Kitagebühren“ (SZ v. 14.8.2010), „Kindergarten
Borthen wird nicht gebaut“ (SZ v. 20.8.2010).
Wer sich an deutlich bessere Zeiten und frühere Überschriften erinnert (z.B. SZ
v. 21.1.2007: „Es bleibt dabei: Dohna ist weiter schuldenfrei“ oder v.
6.12.2007: „Dohna senkt Grundsteuer B“), wo im Rathaus verantwortungsvoll und
kompetent mit Steuergeldern umgegangen wurde, reibt sich angesichts der
neuerlichen Entwicklungen erschrocken die Augen. Vor Müller wurde in Dohna
niemand „abgezockt“ und „abgefettet“. So sieht „solide Finanzpolitik“ definitiv
nicht aus, worüber Müller im Wahlkampf gebetsmühlenartig orakelt hat. Müller ist
dazu offenbar nicht in der Lage – das erkennen langsam aber sicher auch die
letzten Claqueure.
Inzwischen muss man sich um Dohna nicht mehr bloß Sorgen machen, nein: Angst
haben – und zwar um den Haushalt sowie Dohnas finanzielle Unabhängigkeit und
Zukunft. Dabei sind die derzeitigen hilflosen und völlig unsinnigen
Geldeintreibaktionen erst der Anfang. Wäre Müller klug und halbwegs anständig
gewesen, hätte er das Rücktrittsangebot der Freien Wähler (SZ v. 1.7.2010)
angenommen. Mit einer neuen und vernünftigen Führung hätte Dohna vielleicht zu
alter Stärke zurückfinden können (wobei es allerdings Jahre dauern würde, den
Scherbenhaufen zu beseitigen, den Müller bis dato schon verursacht hat).
Aber vielleicht ist Müller auch deshalb nicht zurückgetreten, weil er sonst
möglicherweise keine Zeit mehr für sein privates Studium hätte, das er neben
seinem Bürgermeisteramt betreibt und das er sich von der Dohnaer Bevölkerung
sogar bezahlen lassen wollte. Aber die Finanzierung wäre für ihn wohl kein
Problem gewesen: Irgendeine Gebühr hätte er bestimmt versucht zu erhöhen …
(Prof. Dr. Holm Putzke)
5. August 2010: Müllers Kindergärten-Chaos
20. Juni 2010: "Müllers Welt"
3. Mai 2010: Schildbürgerstreich
Wer schon einmal Kaufverhandlungen geführt hat, weiß, dass man keinesfalls sogleich offenlegen sollte, welchen Betrag zu geben man notfalls bereit ist. Wer es dennoch tut, ist entweder nicht besonders clever oder hat kein Interesse daran, einen günstigen Preis zu vereinbaren. Der Dohnaer Stadtrat hat beschlossen, als Obergrenze für den Kauf des Grundstücks 850.000 Euro ausgeben zu wollen – wohlgemerkt in keiner nichtöffentlichen Sitzung, sondern so, dass der Grundstückseigentümer es tags darauf in der Sächsischen Zeitung lesen konnte (SZ v. 2.12.2009). Wie würden Sie sich als Eigentümer verhalten, wenn Sie die Schmerzgrenze des Verhandlungspartners kennen würden? Den Bürgern von Schilda stünde ein solch prächtiges Beispiel wahrlich gut zu Gesicht! Dabei kann man noch froh sein, dass der Kaufpreis nicht 1 Million Euro beträgt. Diesen Betrag hatte nämlich Ralf Müller zunächst ganz unbekümmert vorgeschlagen. Ein derart in den Raum geworfener Betrag war Markus Altmann dann offenbar doch nicht ganz geheuer, weshalb er 850.000 Euro vorschlug. Und weil es in Dohna keine Rolle mehr zu spielen scheint, ob man 150.000 Euro mehr oder weniger ausgibt, war Müller sofort bereit, von seinem ursprünglichen Preis abzurücken. Ein sparsamer und verantwortungsvoller Bürgermeister hätte ganz sicher von vornherein darum gekämpft, den Betrag möglichst niedrig zu halten.
Was den Kaufpreis für das Grundstück angeht, gibt es weitere interessante Details zu berichten: Die Stadt Dohna hatte sich nämlich bereits vor ein paar Jahren um den Kauf bemüht (das Ganze scheiterte, weil es keine Förderungsmöglichkeit für die Sanierung gab). Damals wurde allerdings geschickter verhandelt, denn der mit dem Eigentümer vereinbarte Kaufpreis betrug einen einzigen Euro. Man muss kein Sachverständiger sein, um zu erkennen, dass ein solcher Preis angemessen war und es auch jetzt noch gewesen wäre. Oder was wäre Ihnen ein Grundstück wert, dessen Boden mehrere Meter tief verseucht ist und dessen Sanierung mehrere Millionen Euro kostet? Richtig, es ist schlicht und einfach nichts wert, vielmehr stellt es für jeden Eigentümer eine Belastung dar. Aber wie ist die plötzliche Preisexplosion, also die scheinbare Steigerung des Wertes um das Achthundertfünfzigtausendfache zu erklären? Ganz einfach – Eigentümer des Grundstücks ist die Dohna Chemie GmbH, deren Geschäftsführer Klaus Leroff ist. Und der ist – wen wundert’s – ein alter Bekannter von Müller.
Zur Erinnerung: Während des Hochwassers im Jahr 2002 tauchte Leroff plötzlich in Dohna auf. Anscheinend um sich zu profilieren, lösten Müller und Leroff gemeinsam mit dem Landrat in einer Nacht- und Nebelaktion den damaligen Chef der Dohnaer Feuerwehr, Eckhard Kahlert, von seinem Amt als Einsatzleiter ab. Besser wurde dadurch nichts – im Gegenteil: Das Trio ließ etwa am Schwarzen Weg eine Brücke errichten, die in der Luft endete und später kostenintensiv abgerissen werden musste, weil sie eine Gefahr für die Menschen darstellte. Viel schlimmer aber war der Abriss eines Wohnhauses, das hätte stehen bleiben können. Ohne Not und blind vor Aktionismus hat die selbsternannte Einsatztruppe eine menschliche Tragödie verschuldet. Der Bewohnerin blieb so gut wie nichts. Seitdem ward Müller immer mal wieder mit dem auch in der Landespolitik gescheiterten Leroff gesehen (etwa beim Neujahrsempfang des Landrats).
Und genau dieser Klaus Leroff ist nun an dem Grundstücksgeschäft beteiligt. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen, um zu ahnen, welche Rolle die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dohna gespielt haben. Und nun raten Sie mal, wie hoch der Kaufpreis nach den Verhandlungen war! Genau: 850.000 Euro. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt … (Prof. Dr. Holm Putzke)
18. April 2010: Häufige Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Politik in Dohna (1. Teil)
2. April 2010: Verschwendung von Steuergeldern
1. April 2010: „Was trifft, trifft auch zu."
9. März 2010: Öffentliche Empörung zeigt Wirkung – Müller beugt sich
8. März 2010: Demokratische Reife
4. Januar 2010: Müllers „studium fatale“