
Hier finden Sie Informationen und Mitteilungen –
nicht nur über mich,
Beiträge
2009 >>
Beiträge
2008 >>
sondern auch von mir.
25. August 2010: Dramatische Erhöhung der Kindergartengebühren?
Der letzte Paukenschlag ist noch nicht verhallt, da kündigt sich schon die nächste Hiobsbotschaft an. Es spricht nämlich viel dafür, dass den Dohnaer Eltern eine dramatische Erhöhung der Kindergartengebühren bevorsteht. Dass dies so sein könnte, verbreitet sich in Dohna derzeit wie ein Lauffeuer. Denn was den Dohnaer Eltern jetzt wohl blüht, treibt ihnen die Zornesröte ins Gesicht. Die maßlose Empörung richtet sich vor allem gegen den Hauptschuldigen: Ralf Müller. Wenn sein Name fällt, schlägt die Stimmung um und ist plötzlich spürbar gereizt. Kein Wunder, denn er hat jegliches Vertrauen verspielt. Immer mehr Menschen merken, dass er sich an das Amt klammert, obwohl kaum zu leugnen ist, dass es ihn wohl überfordert und er anscheinend den Überblick komplett verloren hat. So etwas haben selbst langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dohnaer Rathaus noch nicht erlebt.
Zur Erinnerung: Müller hat die Personalkosten in die Höhe getrieben, obwohl dies nicht zu verantworten war. Schon damals wussten viele (außer offenbar Ralf Müller), dass diese törichte Entscheidung bedrohliche Auswirkungen auf die Kindergartengebühren haben wird. Es waren die Freien Wähler, die darauf immer wieder hingewiesen und bei den jeweiligen Entscheidungen vor den fatalen Konsequenzen gewarnt haben. Aber niemand im Stadtrat schenkte ihnen Gehör – die CDU-Fraktion verschloss die Augen.
Aber anstatt wohlmeinende Ratschläge anzunehmen, ignorierte Müller sämtliche Warnungen und nahm die Personalkosten einfach nicht in die Berechnung der Kindergartengebühren auf. Da half es auch nichts, dass der Stadtrat Dr. Martin Jacob den Bürgermeister auf eine unmissverständliche Auskunft des Sächsischen Staatsministeriums hinwies, die Dr. Jacob eingeholt hatte. Die geradezu pampige Antwort von Müller lautete: „Ihre persönliche Aussage, welche Sichtweise falsch oder richtig ist, kann ich nicht als Grundlage für mein Verwaltungshandeln nutzen.“ Ist das der „achtungsvolle Umgang mit den Räten“, mit dem er im Wahlkampf die Leute umgarnt hat?
Für die Tatsache, dass Müller trotz massiver Hinweise auf die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens, nicht gehandelt hat, gibt es nur zwei Erklärungen: Ignoranz oder Inkompetenz. Das eine wäre so schlimm wie das andere. Inzwischen wurde Müller über sein rechtswidriges Verhalten von höherer Stelle belehrt. Doch nun ist der Schaden immens – nicht zuletzt, weil die Kindergartengebühren wohl nicht mehr fristgerecht festgesetzt werden können.
Die Folge solcher naiven Überheblichkeit wird nun sein, dass sich die Kindergartengebühren um bis zu 15 Prozent erhöhen könnten. Wer bisher für das erste Kind ca. 170 Euro gezahlt hat, muss bald knapp 195 Euro dem Rathaus überweisen. Bei einem Kindergartenplatz könnte der Beitrag von 100 auf ca. 115 Euro steigen. (Die Steigerung dürfte sogar noch höher ausfallen, weil der vom Landkreis reduzierte Zuschuss [vgl. SZ v. 14.8.2010] noch nicht berücksichtigt ist.)
Schon mit Blick auf das absurde Vorhaben, in Borthen einen weiteren Kindergarten zu errichten, hat sich bei den Dohnaern deutlicher Widerstand gegen Müller formiert.
Das nun offen zutage tretende Missmanagement beim Kindergartenpersonal und bei den Kosten dürfte das Fass zum Überlaufen bringen. Spannend wird sein, wie lange sich noch Karin Thiele als unkritische Mehrheitsbeschafferin für Müller zur Verfügung stellen will. Peter Garbotz, Lothar Göpfert und Detlef Pastewski haben bewiesen, dass es ihnen wie den Freien Wählern darum geht, zum Wohle der Stadt zu handeln. Und selbst bei der CDU setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass mit einem Ralf Müller kein Blumentopf zu gewinnen ist. (Prof. Dr. Holm Putzke)
23. August 2010: Müllers Waterloo
Ralf Müller sah nicht gut aus nach der letzten
Stadtratssitzung. Ihm war anzusehen, dass er versagt und sich öffentlich
lächerlich gemacht hatte. Dabei war es ein Scheitern mit Ansage. Was Müller am
vergangenen Sitzungstag erlebt hat, war nicht nur ein herber Schlag für ihn,
sondern eine kaum zu fassende Blamage. Denn nicht nur hat der Stadtrat beim
geplanten Kindergarten vernünftigerweise die Notbremse gezogen und die unsinnige
und unsoziale Erhöhung der Eintrittspreise für das Museum verhindert. Eine
weitaus größere Demütigung hat Müller erfahren, indem ihm sogar „seine“
CDU-Mehrheitsfraktion die Gefolgschaft verweigert hat. Es spricht Bände, wenn zu
Müllers wichtigster Abstimmung in seiner bisherigen Amtszeit mehrere
CDU-Stadträte der Sitzung ferngeblieben sind oder sich enthalten haben, obwohl
sie wussten, um was es geht.
Für diesen massiven Vertrauensverlust ist Müller ganz allein verantwortlich.
Erst betreibt eine desaströse Finanzpolitik, indem er u.a. haufenweise neue
Mitarbeiter eingestellt und damit die Personalkosten unnötigerweise in die Höhe
getrieben hat, und nun versucht er panisch den Haushalt mit unüberlegten und
unsozialen Aktionen zu retten. Das hat dazu geführt, dass sogar die
überörtlichen Zeitungen über den Dohnaer Bürgermeister spotten. „Dohna plant
Abzocke von Museumsbesuchern“ titelten die Dresdner Neuesten Nachrichten etwa in
ihrer Ausgabe vom 7.8.2010; und zur Zweitwohnungssteuer war zu lesen: „Dohna
fettet Einwohner ab“.
Es vergeht inzwischen kaum ein Tag, an dem in der Zeitung nicht berichtet wird
über das Platzen eines Projekts, das Aus eines Wahlversprechens, die Verzögerung
eines Bauvorhabens, die Erhöhung von Gebühren und Abgaben oder über sonstige
Hiobsbotschaften und Probleme aus Dohna: „Borthenerin kritisiert Amtsführung von
Dohnas Bürgermeister“ (SZ v. 18.5.2010), „Dohna gibt mehr Geld aus als geplant“
(SZ v. 15.6.2010), „Dohna hat sich finanziell übernommen“ (SZ v. 18.6.2010),
„Garagenpächter in Dohna müssen ab 2011 mehr zahlen“ (SZ. v. 5.7.2010),
„Fußgängerbrücke am Dohnaer Plan erst nach 2011“ (SZ v. 9.7.2010), „38
Ausgabeposten in Dohna gesperrt“ (SZ v. 21.7.2010), „Dohna plant Steuer für
Zweitwohnung“ (SZ v. 29.7.2010), „Recherche im Museum wird teurer (SZ v.
31.7.2010), „Museum und Bibliothek in Dohna sollen teurer werden“ (SZ v.
7.8.2010), „Dohna plant höhere Kitagebühren“ (SZ v. 14.8.2010), „Kindergarten
Borthen wird nicht gebaut“ (SZ v. 20.8.2010).
Wer sich an deutlich bessere Zeiten und frühere Überschriften erinnert (z.B. SZ
v. 21.1.2007: „Es bleibt dabei: Dohna ist weiter schuldenfrei“ oder v.
6.12.2007: „Dohna senkt Grundsteuer B“), wo im Rathaus verantwortungsvoll und
kompetent mit Steuergeldern umgegangen wurde, reibt sich angesichts der
neuerlichen Entwicklungen erschrocken die Augen. Vor Müller wurde in Dohna
niemand „abgezockt“ und „abgefettet“. So sieht „solide Finanzpolitik“ definitiv
nicht aus, worüber Müller im Wahlkampf gebetsmühlenartig orakelt hat. Müller ist
dazu offenbar nicht in der Lage – das erkennen langsam aber sicher auch die
letzten Claqueure.
Inzwischen muss man sich um Dohna nicht mehr bloß Sorgen machen, nein: Angst
haben – und zwar um den Haushalt sowie Dohnas finanzielle Unabhängigkeit und
Zukunft. Dabei sind die derzeitigen hilflosen und völlig unsinnigen
Geldeintreibaktionen erst der Anfang. Wäre Müller klug und halbwegs anständig
gewesen, hätte er das Rücktrittsangebot der Freien Wähler (SZ v. 1.7.2010)
angenommen. Mit einer neuen und vernünftigen Führung hätte Dohna vielleicht zu
alter Stärke zurückfinden können (wobei es allerdings Jahre dauern würde, den
Scherbenhaufen zu beseitigen, den Müller bis dato schon verursacht hat).
Aber vielleicht ist Müller auch deshalb nicht zurückgetreten, weil er sonst
möglicherweise keine Zeit mehr für sein privates Studium hätte, das er neben
seinem Bürgermeisteramt betreibt und das er sich von der Dohnaer Bevölkerung
sogar bezahlen lassen wollte. Aber die Finanzierung wäre für ihn wohl kein
Problem gewesen: Irgendeine Gebühr hätte er bestimmt versucht zu erhöhen …
(Prof. Dr. Holm Putzke)
5. August 2010: Müllers Kindergärten-Chaos
20. Juni 2010: "Müllers Welt"
3. Mai 2010: Schildbürgerstreich
Wer schon einmal Kaufverhandlungen geführt hat, weiß, dass man keinesfalls sogleich offenlegen sollte, welchen Betrag zu geben man notfalls bereit ist. Wer es dennoch tut, ist entweder nicht besonders clever oder hat kein Interesse daran, einen günstigen Preis zu vereinbaren. Der Dohnaer Stadtrat hat beschlossen, als Obergrenze für den Kauf des Grundstücks 850.000 Euro ausgeben zu wollen – wohlgemerkt in keiner nichtöffentlichen Sitzung, sondern so, dass der Grundstückseigentümer es tags darauf in der Sächsischen Zeitung lesen konnte (SZ v. 2.12.2009). Wie würden Sie sich als Eigentümer verhalten, wenn Sie die Schmerzgrenze des Verhandlungspartners kennen würden? Den Bürgern von Schilda stünde ein solch prächtiges Beispiel wahrlich gut zu Gesicht! Dabei kann man noch froh sein, dass der Kaufpreis nicht 1 Million Euro beträgt. Diesen Betrag hatte nämlich Ralf Müller zunächst ganz unbekümmert vorgeschlagen. Ein derart in den Raum geworfener Betrag war Markus Altmann dann offenbar doch nicht ganz geheuer, weshalb er 850.000 Euro vorschlug. Und weil es in Dohna keine Rolle mehr zu spielen scheint, ob man 150.000 Euro mehr oder weniger ausgibt, war Müller sofort bereit, von seinem ursprünglichen Preis abzurücken. Ein sparsamer und verantwortungsvoller Bürgermeister hätte ganz sicher von vornherein darum gekämpft, den Betrag möglichst niedrig zu halten.
Was den Kaufpreis für das Grundstück angeht, gibt es weitere interessante Details zu berichten: Die Stadt Dohna hatte sich nämlich bereits vor ein paar Jahren um den Kauf bemüht (das Ganze scheiterte, weil es keine Förderungsmöglichkeit für die Sanierung gab). Damals wurde allerdings geschickter verhandelt, denn der mit dem Eigentümer vereinbarte Kaufpreis betrug einen einzigen Euro. Man muss kein Sachverständiger sein, um zu erkennen, dass ein solcher Preis angemessen war und es auch jetzt noch gewesen wäre. Oder was wäre Ihnen ein Grundstück wert, dessen Boden mehrere Meter tief verseucht ist und dessen Sanierung mehrere Millionen Euro kostet? Richtig, es ist schlicht und einfach nichts wert, vielmehr stellt es für jeden Eigentümer eine Belastung dar. Aber wie ist die plötzliche Preisexplosion, also die scheinbare Steigerung des Wertes um das Achthundertfünfzigtausendfache zu erklären? Ganz einfach – Eigentümer des Grundstücks ist die Dohna Chemie GmbH, deren Geschäftsführer Klaus Leroff ist. Und der ist – wen wundert’s – ein alter Bekannter von Müller.
Zur Erinnerung: Während des Hochwassers im Jahr 2002 tauchte Leroff plötzlich in Dohna auf. Anscheinend um sich zu profilieren, lösten Müller und Leroff gemeinsam mit dem Landrat in einer Nacht- und Nebelaktion den damaligen Chef der Dohnaer Feuerwehr, Eckhard Kahlert, von seinem Amt als Einsatzleiter ab. Besser wurde dadurch nichts – im Gegenteil: Das Trio ließ etwa am Schwarzen Weg eine Brücke errichten, die in der Luft endete und später kostenintensiv abgerissen werden musste, weil sie eine Gefahr für die Menschen darstellte. Viel schlimmer aber war der Abriss eines Wohnhauses, das hätte stehen bleiben können. Ohne Not und blind vor Aktionismus hat die selbsternannte Einsatztruppe eine menschliche Tragödie verschuldet. Der Bewohnerin blieb so gut wie nichts. Seitdem ward Müller immer mal wieder mit dem auch in der Landespolitik gescheiterten Leroff gesehen (etwa beim Neujahrsempfang des Landrats).
Und genau dieser Klaus Leroff ist nun an dem Grundstücksgeschäft beteiligt. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen, um zu ahnen, welche Rolle die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dohna gespielt haben. Und nun raten Sie mal, wie hoch der Kaufpreis nach den Verhandlungen war! Genau: 850.000 Euro. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt … (Prof. Dr. Holm Putzke)
18. April 2010: Häufige Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Politik in Dohna (1. Teil)
2. April 2010: Verschwendung von Steuergeldern
1. April 2010: „Was trifft, trifft auch zu."
9. März 2010: Öffentliche Empörung zeigt Wirkung – Müller beugt sich
8. März 2010: Demokratische Reife
4. Januar 2010: Müllers „studium fatale“
31. Dezember 2009: Alles Gute für 2010!
30. Dezember 2009: Müllers Bilanz „Schuldenfrei ist Dohna nicht wegen,
sondern trotz Müller“
23. Dezember 2009: Kommentar zur Meldung „Regina Zöckel bekommt 50.000 Euro
Abfindung“
Die Stadt Dohna zahlt Regina Zöckel 50.000 Euro Abfindung – dies war
in der Sächsischen Zeitung v. 24.11.2009 zu lesen. Die Meldung ist
brisant. Zum einen hatte Müller den Stadträten einen Maulkorb verpasst
(verbunden mit der Drohung von Konsequenzen für den Fall der
Missachtung), er hatte das Rathaus bei der betreffenden Sitzung
geradezu verbarrikadiert und auch sonst alle denkbaren Vorkehrungen
getroffen, dass den Bürgerinnen und Bürgern Müllers geschmiedeter Plan
verborgen bleiben möge. Genutzt hat die autokratische
Geheimniskrämerei nichts – Müller fehlt glücklicherweise das nötige
Maß an Autorität, um sich durchzusetzen.
Zum andern hat die Sache einen üblen Beigeschmack. Zwar hat Müller
versucht, die Zahlung einer Abfindung als unabwendbar darzustellen.
Wer alle Aspekte des Sachverhalts – auch in juristischer Hinsicht –
überblickt, stellt jedoch rasch fest, dass dies keineswegs zutrifft.
Denn für den mit Zöckel geschossenen Vergleich gab es keine zwingende
Notwendigkeit. Im Gegenteil: Zum Wohl der Stadt Dohna hätte der
Kündigungsprozess durchgefochten werden müssen, und es wäre (soweit
die Interessen der Stadt Dohna unbefangen, pflichtgemäß und engagiert
wahrgenommen worden wären) sogar wahrscheinlich gewesen, dass Zöckel
ihn verliert. Immerhin hat sie mit Blick auf die gegen ihren
ehemaligen Arbeitgeber erhobenen Vorwürfe nachweislich und in
zentralen Punkten die Unwahrheit gesagt – kurz: gelogen.
Doch bei fehlendem Erfolg gegen die Kündigung hätte Müllers
Duzfreundin keinen Cent Abfindung bekommen. Das – so drängt sich die
Vermutung auf – wollte Müller anscheinend um jeden Preis verhindern.
Also informierte er die Stadträte tendenziös und hielt die
Prozessvertreter der Stadt Dohna ausdrücklich dazu an, unbedingt einen
Vergleich zu schließen. Nur am Rande sei erwähnt, dass seitdem über
die Motive Müllers – Regina Zöckel ohne Not derart viel Geld zukommen
zu lassen – in Dohna lebhaft spekuliert wird.
Unterm Strich muss man Folgendes feststellen: Weil Regina Zöckel eine
Duzfreundin von Ralf Müller ist, er also allein deshalb befangen war,
hätte er jegliche Mit-, erst recht Einwirkung auf die Sache
unterlassen müssen. Das Gegenteil war der Fall: Müller hat massiv
Einfluss genommen und die Zahlung einer Abfindung forciert. Dies
entsprach objektiv nicht den Interessen der Stadt Dohna. (Dr. H.
Putzke)
Beiträge
2009 >>
Beiträge
2008 >>